(7) Entwicklung FM-Dienstleister „dessen eigene Sache“
Thema: Lieferantenmanagement → Verbesserung und Weiterentwicklung des Facility Service Providers und seines Beitrags im Sinne von Auftraggeber und Mandat
Stoßrichtung: Zusammenarbeit, Leistung, Qualität, Kosten
Lieferantenmanagement im Kern: Steuerungssystem, Einkaufsverständnis, Innovationsmanagement, Risikoreduktion → verzahnt Beschaffung und Produktion
Tatsache: Lieferantenentwicklung im FM, ein Fremdwort – kein Fokus, keine Methodik, kein System → Potentiale sträflich vernachlässigt
Irrglaube: Lieferant entwickelt sich schon selbst – treu dem Motto der bayerischen Kultfernsehserie „Irgendwie und Sowieso“
Erstaunlich: Lieferantenentwicklung im Kerngeschäft der Auftraggeber, insbesondere bei der Industrie, seit Jahren Standard und nicht wegzudenken
Empfehlung: Lieferantenentwicklung (auch) im FM implementieren, vom immobilienfremden Kerngeschäft lernen
Kriterien für erfolgreiche Lieferantenentwicklung:
§ als Auftraggeber aktuellen Status des Dienstleister verstehen: „FM-Produktion“, Kostentreiber, Leistungsabdeckung
§ eigene Vorstellungen, Ziele, Erwartungshaltung dem Facility Service Provider transparent machen
§ integrieren: Management by Objectives, Design to Cost, Forderung und Förderung
§ jenseits des täglichen operativen Miteinanders gemeinsam mit Facility Service Provider an Herausforderungen und Konzepten arbeiten
§ Anreize schaffen, Facility Service Provider an Erfolgen partizipieren lassen
§ methodisch und systemisch arbeiten
§ als gemeinschaftliche Aufgabe von Fachabteilung und Einkauf verstehen
§ Lieferantenmanagement langfristig anlegen
§ am wichtigsten: Auftraggeber muss Treiber sein! Betroffene und Beteiligte aus Dornröschen-Schlaf wecken, Dienstleisterstatus heute nicht als Status zukünftig akzeptieren, Dienstleister Auftraggeberziele als Koordinatensystem vorgeben! Investieren in Lieferantenbeziehung!
7 Sünden im FM: Gesamtfazit
Dem Teufel gehen die Seelen wohl nicht aus, zumindest Stand heute. Sind Sie auch Sünder? Vielleicht sogar Wiederholungssünder? Oder gar Mehrfachsünder? Seien Sie ehrlich, sich selbst gegenüber, es dient Ihrer Sache. Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zu Besserung. Aber eben nur der erste Schritt – beichten löst noch nichts. Es gilt Anzupacken: Raus aus der vermeintlichen Komfortzone, weg vom „Weiter so“. Um im Wortspiel zu bleiben: Vorsatz weniger sündigen, mehr Tugend. Das ist natürlich anstrengend. Lohnt sich aber in den beschriebenen Fällen ganz sicher für Sie. Oder wollen Sie bei kundensensiblen Gewerken, Einkauf, Qualitätserfahrung, Geschlechterfragen, Daten und Systemen, Kick-backs und Lieferantennichtentwicklung die Hölle erleben? In diesem Sinn – strive for progress, strive for excellence in real estate!
