7 Sünden im FM – Teil 1

(1) Unterschätzung kundensensibler Gewerke

Fokus: nur TGM – „Heizung im Keller“

vernachlässigt: von den FM-Kunden (Gebäudenutzer, Besucher) täglich erfahrbare, wahrgenommene, simple Services – Empfang, Cleaning, Catering, Hausmeisterdienste

nicht verstanden: Kunde unterscheidet Teilleistungen nicht, Gesamteindruck bestimmt Urteil – gutes TGM rettet kein schlechtes IGM

häufig vergessen: Eigenmarketing der FM-Verantwortlichen – „Tue Gutes und rede darüber“ (insbesondere über die für den Kunden nicht sichtbaren Leistungen)

vom FM-Auftraggeber zu prüfen: „Wo im FM investiere bzw. kürze ich den nächsten Euro?“

Herausforderung: Kundenverständnis, Servicemanagement!

Objektmanagement

(2) schmutziger Einkauf

Motto:  Im Einkauf liegt der Erfolg – im wie viel ich zahle!

typische Kennzeichen: Beschaffung von FM und Bleistiften analog, Fan von Reverse Auctions („1 Stück FM“) und Preispauschalierung („1 Stück FM, 1 Preis“), kein FM-Kalkulationsverständnis, noch weniger Fachinteresse, Verhältnis zum Bedarfsträger tendenziell schwierig bzw. keines, Grundprinzip von Preis-Leistungsverhältnissen ausgeblendet, Basis und Erfolgsvoraussetzungen benötigter Leistung unbekannt oder strikt ignorieren, Lieferantenentwicklung Fremdwort, statt fachlich-konstruktiver Auseinandersetzung mit Einsparvorgaben von oben Preisschraube beim Dienstleister drehen, versteckt sich hinter großem Firmenlogo, persönliches Gebaren konträr zu unternehmerischem Verhaltenskodex

Sichtweise: nicht die seines Unternehmens, sondern die des Budgetcutters – „gut ist, wenn ich billig, am besten noch billiger einkaufe“

Gefahr: spart Unternehmen bestenfalls kurzfristig Geld, Kosten überwiegen perspektivisch, Risiken aus vernachlässigter Betreiberverantwortung, Imageschaden

unsägliche Ansage: „Ich bin vom Einkauf und möchte Ihren Preis nachverhandeln“ (dies nach Vertragsschluss und Leistung) 

passende Antwort: „Gerne akzeptieren wir Bananen als Vergütung. Wir schicken dann Affen“, höflicher „nein danke“

Gegenmodell: nachhaltiger Einkauf mit Wertschöpfungsmanagement

Motto Gegenmodell: Im Einkauf liegt der Erfolg – im was ich einkaufe!

 

Fortsetzung folgt …

 

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