CREM – Teil 4: Herausforderung Sicherheit

Sicherheit? Risikomanagement und Unternehmensschutz!

Das Umfeld: 2011 litten 90% aller Unternehmen unter Diebstahl. Sabotage war nie nur ein Thema in iranischen Atomanlagen – aktuell warnt der US-Bankenverband vor Cyber-Angriffen. Personenschutz ist nicht nur für die Kanzlerin, Angelina Jolie oder Wirtschafts- und Botschaftsrepräsentanten in sich weniger an zentraleuropäische Gepflogenheiten haltenden Weltregionen – auch manch deutlich kritisierte (Ex-)Bankvorstand freut sich derzeit vermutlich beim Gang in die Oper über Begleiter mit breiten Schultern. Regulatorien, Betreiberverantwortung und mit diesen einhergehende Haftungen wurden und werden weiter verschärft. Diverse bekannt gewordene Fälle von Unternehmensversagen in Sicherheitsfragen haben, befeuert durch Empörung in Presse und Social Media, in Geld messbare  Imageschäden ausgelöst …

Letztendlich geht es bei Sicherheit um den Schutz der Güter Vermögen, Betriebsablauf, Gesundheit, Image.
Sicherheit ist für Unternehmen also elementar. CREM kann und muss dazu seinen Beitrag liefern.

Sicherheitskonzept  ≠  Sicherheitskonzept

In der unternehmerischen Praxis ist das Verständnis, was in ein Sicherheitskonzept gehört, unterschiedlich. Schematisch lassen sich drei Ausprägungen unterscheiden:

  • eng: Sicherheitspersonal → am Markt vorherrschendes Verständnis, typisch für Facility Manager
  • erweitert: Sicherheitspersonal + Sicherheitstechnik → für CREM der Sollfokus
  • weit: alle sicherheitsrelevanten Handlungsfelder im Blick → angefangen bei der Immobilie über Personenschutz, Ver- und Entsorgung und Compliance bis hin zu IT und Daten, also firmenübergreifende Querschnittsaufgabe

CREM-Aufgabe: Sicherheitsdienstleistung und Sicherheitstechnik

CREM muss sich erstens dem Thema Soft- und Hardware stellen, z.B. Kameras, Vereinzelungssanlagen, Alarmtechnik. Zweitens ist CREM für Emfpangspersonal, Streifendienst etc. verantwortlich. Personal und Technik sind komplementär und begrenzt substitutiv. Technikeinsatz beeinflusst dabei benötigte Personalqualifikationen. Sicherheit als Ergebnis wird letztendlich bestimmt durch den Verbund Mensch – Technik – Organisation.

CREM-Bezugsrahmen – wie und wieviel Sicherheit?

Planung und Management von Sicherheit im CREM müssen sich grundsätzlich an Sicherheitsphilosophie und Sicherheitsbedürfnis des Unternehmens und seinen – unterschiedlichen – Funktionen, Funktionsträgern und Flächen ausrichten. Das CREM-Sicherheitskonzept muss sich dabei in das (im Ideal durchgängige) Gesamtsicherheitskonzept der Firma einfügen.

Der Schutzbedarf ist aus drei Perspektiven abzuleiten:

  • Unternehmensaktivitäten – z.B. Betrieb von Kernkraftwerk, Rechenzentrum, Einzelhandelsfilialen
  • Umweltfaktoren – z.B. politisch-rechtlich
  • Standortgegebenheiten – Mikroadresse und Makrolage

Übersetzung in konkrete Maßnahmen erfordert Expertise und Sensibilität

Zu beantworten ist eine Vielzahl an Fagen. Um nur einige zu nennen: Welche Funktionen und Flächen sind von Risiken wie betroffen? Welches Arbeits- und Prozessumfeld muss gesichert sein? Welche Ereignisse haben welche unmittelbaren und mittelbaren Schäden zur Folge? Wie sind Schadenseintrittswahrscheinlichkeiten? Welche Befindlichkeiten gibt es bei Betroffenen? Wie sind Eskalationsregeln? Welche übergreifenden und welche Standort-spezifischen Pflichten ergeben sich aus der Betreiberverantwortung? Welche Kosten verursachen Technik und Personal? Apropos Kosten: Sicherheit ist teuer. Der Verzicht darauf schlimmstenfalls auch. Sollten Sie nicht alle Antworten haben – AIS Management hilft.

CREM muss bei der Ausgestaltung von Sicherheitsmaßnahmen auch beachten, dass Betroffene – Mitarbeiter, Besucher, Kunden – die eine oder andere Lösung ggf. negativ empfinden. Sensibilität ist also ebenso gefordert.

Glück für den, der seinen Standort unmittelar neben einer Polizeizentrale, dem Sitz der bayerischen Staatsregierung oder gegenüber der EZB hat – hier schaffen die Vorkehrungen des Nachbarn gleich ein Stück Sicherheit mit. Und das auch noch umsonst. Obwohl … auch die Hüter der Währung und die CSU-Granden sehen sich ja mit Protesten vor ihrer Haustüre konfrontiert. Mit Sicherheit völlig zu Unrecht (würde man sie fragen).

PS: eine echte Schote …

… Ergebnisorientierte Spezifikation des Gewerks Sicherheitsdienste. Wer weiß warum?

Bisherige Blogposts aus dieser Serie:

CREM – Teil 1: aus den Kinderschuhen

CREM – Teil 2: Herausforderung Reparaturen und Instandsetzungen

CREM – Teil 3: Herausforderung Energie, Carbon Footprint, NachhaltigkeitReparaturen und Instandsetzungen

 

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