excellence in real estate: 8 Fragen an… Daimler AG

Anlass: xRE Intensivseminar Technisches Gebäudemanagement und Instandhaltung

Name: Herr Reiner Wurst, Teamleiter Corportate Facility Management für Gebäude- und Anlagenbetrieb, Energiebeauftragter, Daimler AG

1. Herr Wurst, was ist für Sie excellence in real estate?
Excellence im Real Estate Bereich bedeutet für mich die ständige Entwicklung und den Betrieb von effizienten Prozessen und Leistungen im Rahmen von Facility Management- und Industrial-Services, also Prozessreengineering, ständige Überprüfung der erzielten Wertschöpfung und des Portfolios zur optimalen Unterstützung der Kernprozesse. Dies sind bei uns die Forschung und die Entwicklung von Fahrzeugen. Dabei muss die Möglichkeit zur Ausrichtung des Facility Management-Angebots an Unternehmenszielsetzungen durch möglichst hohe Flexibilität gegeben sein. Ein weiterer Aspekt ist für mich die Akzeptanz unserer Leistungen bei unseren Auftraggebern.

2. In welchen Bereichen hat sich die FM-Branche innerhalb der letzten Jahre am stärksten gewandelt?
Durch die Einführung des Energiemanagementsystems werden wir stärker als Bereich wahrgenommen, der für neue Potenziale auch außerhalb des klassischen Facility Managements sorgt. Zudem erlebe ich eine zunehmende „Technisierung“ der Aufgaben. Salopp gesagt, kommen wir immer mehr weg vom „Putzkräfte-Image“ hin zum Systemtechniker. Dazu passt mein dritter Eindruck: Wir legen unser Augenmerk verstärkt auf die Durchgängigkeit des Qualitätsmanagements und prüfen in regelmäßigen Stichproben auch die Leistungen vor Ort.

3. Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen im Technischen Gebäudemanagement?
Die größte Herausforderung ist meines Erachtens die Verdichtung der Leistungen durch steigende Kosteneffizienz und sich immer schneller wandelnde Anforderungen seitens unserer Auftraggeber, die zum Beispiel durch neue Technologien auf dem Sektor der Fahrzeugtechnik hervorgerufen werden. Dadurch wandeln sich auch die Anforderungsprofile an unsere Facility Management-Mitarbeiter hin zu Technik- und Systemspezialisten.

4. Was erwarten Sie in Zukunft von Ihren FM-Dienstleistern?
Wir erwarten hohe Professionalität nicht nur in der operativen Leistungserbringung, sondern auch in der Kommunikation und Transparenz bei der Leistungsdokumentation. Wir wünschen uns eine aktive Rolle der Dienstleister, beispielsweise die frühe Identifikation von Sanierungsbedarfen bevor es zu größeren Schäden und dauerhaften Ausfällen kommt.

5. Wird sich die Rolle des Technischen Gebäudemanagements verändern, wenn ja wie?
In unserem Aufgabenfeld zeichnet sich ab, dass vermehrt auch Spezialanlagen, also Einzelanfertigungen wie Prüfstände, von uns mitbetreut werden. Das eröffnet neue Bündelungspotenziale und wird uns noch größere Flexibilität abverlangen.

6. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?
Die Aufgabenvielfalt ist sehr umfangreich, daher geht der Bedarf an neuen Konzepten, Lösungen und Standards nie aus. Als Facility Management-Mitarbeiter unterstützt man den Kernprozess täglich und trägt zum Unternehmenserfolg bei. Das schweißt ein Team zusammen und lässt uns sehr leistungsfähig werden, was mich immer wieder aufs Neue begeistert.

7. Welche Projekte liegen Ihnen aktuell besonders am Herzen?
Die Gestaltung des Energiemanagements in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen – hier erlebe ich an vielen Stellen eine richtige Aufbruchsstimmung. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sehr gute Ideen und sehen den Mehrwert der Aufgabe. Für sehr wichtig halte ich auch unsere Qualitätsoffensive im Facility Management, für die wir unsere Steuerungsstrukturen neu geordnet haben. Ein großes Weiterentwicklungsfeld sehe ich bei der Instandhaltung von Fahrzeugprüfständen. Hier können wir als Facility Manager unser Know-how und unsere Prozesse gewinnbringend einbringen.

8. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?
Wir nutzen unser unternehmensinternes Wissen, achten auf eine gute Atmosphäre und faire Zusammenarbeit. Unsere Geschäftspartner versuchen wir mit Argumenten zu überzeugen und sie nicht zu überreden. Diesen Weg einzuschlagen, bedeutet oftmals im ersten Schritt einen längeren Entscheidungsprozess, dafür aber auch nachhaltigere Entscheidungen und motivierte Partner.

 

 

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