excellence in real estate: 8 Fragen an… Hannover Leasing GmbH & Co. KG

Anlass: xRE Intensivseminar Asset und Property Management in der Allianz Arena München

Name: Frau Grit Heiles, Asset Management, Hannover Leasing GmbH & Co. KG

1. Frau Heiles, was ist für Sie Excellence in Real Estate?
Excellence in Real Estate heißt für mich, ausgezeichnete Leistungen in der Gesamtpalette der Immobilienbetreuung zu erbringen, sei es im Asset oder Property Management. Dazu zählen aber auch Planung, Projektentwicklung und Finanzierung der Projekte. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich komme aus dem klassischen Asset Management und da ist Finanzierung ein großes Thema. Nur wenn alles stimmt, sind exzellente Leistungen möglich.

2. Was hat sich im Bereich Asset Management in den letzten Jahren am stärksten verändert?
Ich habe den Eindruck, die Themen werden immer vielschichtiger. Spezialthemen kommen mitunter überraschend hinzu durch im Vorfeld nicht absehbare Marktentwicklungen. Das erfordert zum einen immer wieder dazuzulernen, zum anderen ein aktives Asset Management.

3. Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen im Asset Management?
Sowohl bei Asset und Property Management als auch bei deren Zusammenspiel muss sich noch viel verbessern. Dienstleistungspakete und -vergaben müssen noch besser auf die Immobilie und den Nutzer zugeschnitten sein. Von Vergaben „von der Stange“ halte ich persönlich gar nichts, das macht aber auch jedes Unternehmen anders. Bei uns in der Hannover Leasing arbeiten wir sehr differenziert. Leistungen werden fallbezogen spezifiziert. Der Asset Manager organisiert die Ausschreibungen, weil er im Anschluss auch die Hauptverantwortung trägt und das Management gemeinsam mit den ausgewählten Firmen in den nächsten Jahren leisten muss. Stichwort: Was wurde vergeben und wo sind die Schnittstellen? Zu oft fehlen notwendige Achtsamkeit und Durchsetzung, was genau verabredet wurde. Mitunter fehlt beim Auftraggeber die erforderliche Manpower. Dienstleister müssen entsprechend betreut werden und wiederum selbst über ausreichend bemessene Strukturen verfügen, um die ihnen anvertrauten Liegenschaften in der notwendigen Qualität betreuen zu können.

4. Was erwarten Sie in Zukunft von Ihren FM-Dienstleistern?
Ganz klar einen noch besseren Informationsaustausch durch verstärkte Kommunikation. Wir haben Dienstleister, da funktioniert das sehr gut. Mancher Dienstleister, andere Asset Manager geben mir hier sicher Recht, muss sich in der Richtung noch entwickeln. Man muss selber ein gutes Beispiel abgeben, aktiv nachfassen und nachfragen: Wie ist der Status? Wo sind Probleme? Gibt es Gesprächsbedarf? Neben guter Kommunikation ist der Blickwinkel des Eigentümers wichtig. Generell gilt es, Schäden und Problemen rechtzeitig vorzubeugen.

5. Wird sich die Rolle des Asset Managers verändern, wenn ja wie?
Die Rolle an sich wird sich vielleicht nicht verändern, aber die Themen werden wie gesagt vielschichtiger, angefangen bei Asset Management über Property Management bis hin zur Technik. Gute Verträge alleine reichen nicht, Flexibilität, Schnelligkeit und ein aktives Miteinander der Beteiligten sind wichtig. Das Asset Management muss an Entwicklungen, auch bei seinen Dienstleistern, teilhaben, diese hinterfragen und verstehen. Arbeitgeberattitüden nach dem Motto „Ich lasse mich bedienen“, führen selten zum besten Ergebnis für die  Immobilie.

6. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?
Abwechslung und Herausforderung. Das ist in meinem Job wirklich gegeben. Es gibt keine einfache, immer gleiche Antwort auf die Frage: Wie verläuft Ihr Tag? Wir sind Inhouse Asset Manager, sprich wir betreuen die Anlagemodelle und -produkte die wir als Hannover Leasing selbst konzipiert haben und sind natürlich unseren Anlegern Rechenschaft schuldig. Wir betreuen das Ganze natürlich auch in der Funktion des Geschäftsbesorgers der Eigentümergesellschaft, die wir gebildet haben. Weil jede Immobilie individuell ist, verläuft kein Tag wie der andere. Ich mache das schon über 15 Jahre und hoffentlich noch lange. Jedes neue Objekt bringt Besonderheiten mit sich, auch wenn man denkt „klassisches Bürohaus – hab ich schon 50x gehabt, kenne ich alles…“. Entscheidend sind auch die Menschen, sowohl bei Dienstleistern als auch Mietern.

7. Welche Projekte liegen Ihnen aktuell besonders am Herzen?
Also am Herzen liegen sie mir alle. Eine besonders spannende Immobilie aktuell: in Frankfurt am Main, mit gemischter Nutzung, alles drin, Gastronomie, Büro, Fitnesscenter. Wir haben gerade die technische und kaufmännische Ausschreibung durchgeführt und, ich hatte es ja erläutert, selbst in allen Prozessen aktiv mitgewirkt. Wir sind mitten in der Start-up Phase. Es wird viel bewegt. Die Klärungsgespräche mit Betroffenen und Beteiligten sind sehr intensiv. Unterschiedliche Vorstellungen, Erfahrungen, Sichtweisen kommen zueinander. Da einen Synergieeffekt zu erkennen, zu schaffen und auch zu nutzen, das ist immer sehr schön, das macht mir viel Spaß.

8. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?
Ich bin immer auf jedes neue Projekt sehr neugierig und freue mich auf solche. Ich habe aber auch einen langen Atem, wenn es um langfristige Themen geht. Also: Ausdauer und Leistungsorientierung.

 

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