excellence in real estate: 8 Fragen an Herrn Michael Matt von EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH

Anlass: xRE Intensivseminar Corporate Real Estate Management am 19. Juni 2013 in München

Name: Herr Michael Matt, Asset Manager, EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH

1. Herr Matt, was ist für Sie excellence in real estate?
Für mich bedeutet das Professionalisierung. Um zu exzellenten Lösungen zu kommen, helfen auch: Standardisierung, über den Tellerrand schauen, sich vergleichen, was tun andere, was verstehen andere unter Best Practice.

2. Was hat sich im Bereich CREM in den letzten Jahren am stärksten verändert?
Was ich festgestellt habe, ist eine deutliche Professionalisierung in eigentlich allen Bereichen des CREM. Das betrifft eigenes Asset Management, das Flächenmanagement und die FM-Dienstleistungen. Kostendruck und Kerngeschäftsanforderungen sind Treiber.

3. Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen im Corporate Real Estate Management?
Nachhaltigkeit und Effizienz, das Thema „Umweltbewusstsein“ – dies wird auch ganz speziell bei uns immer wichtiger. Z.B. haben wir ein eigenes Energiemanagement bei uns installiert. Das Projekt geht jetzt in die Linie über. Auch haben wir uns über das Programm 2020 eigene Ziele gesetzt: Im Portfolio wollen wir bis zum Jahre 2020 20% weniger CO² ausstoßen und 20% weniger Energieverbrauch realisieren.

4. Was erwarten Sie in Zukunft von Ihrem FM-Dienstleister?
Die FM-Dienstleister müssen ihre Expertise weiterentwickeln und sie werden auch dran gemessen. Das spiegelt sich auch in Ausschreibungen und Leistungsverzeichnissen wider. Gerade weil unsere eigene Macht da aufhört, wo der Dienstleister anfängt. Wir müssen natürlich das, was wir vorhaben, dorthin transportieren. Nicht zuletzt geht es zudem um das Thema Absicherung Betreiberverantwortung. Wir erwarten mehr Unterstützung von Dienstleistern als bisher.

5. Wird sich die Rolle des Corporate Real Estate Management verändern, wenn ja wie?
Ich glaube das Thema Professionalisierung ist auch hier ein gutes Stichwort. Es gibt für das CREM keine Normen, wenig Vorgaben, wenig Material zum An- und Abschauen. Aber ich stelle fest: Die Immobilienwirtschaft kann von anderen Unternehmensbereichen manchmal lernen und z.B. Methodik und Instrumente adaptieren und in den eigenen Immobilienportfolios umsetzen.

6. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?
Ich beschäftige mich seit 20 Jahren mit Immobilien und habe die verschiedensten Facetten gesehen und Rollen auszufüllen gehabt: vom Verkäufer über Projektentwickler bis zum Asset Manager, jetzt im Corporate. Was mich begeistert ist, dass keine Liegenschaft, keine Lage, keine Immobilie, kein Nutzer gleich ist. Anforderungen, Bedürfnisse, Spezifika sind individuell. Sich darauf immer wieder neu einzustellen und immer den besten Weg zu finden, das ist jedes Mal eine Herausforderung und jedes Mal wieder spannend.

7. Welche Projekte liegen Ihnen aktuell besonders am Herzen?
Bei der EnBW haben wir den Konzernumbau vor uns. Daraus folgt natürlich auch ein großer Flächenumbau. Wir wollen im Zuge dessen neue Arbeitsplatzkonzepte umsetzen. Damit einher geht Kulturwandel. Die Bereiche, die sehr intensiv gefordert sind, sind Personal und IT. Die vor uns liegenden Herausforderungen sind in dieser Form noch nie dagewesenen. Die Aufgaben sind anspruchsvoll:  eine gewachsene Flächen- und Bewirtschaftungsstruktur aus verschiedensten Unternehmen der EnBW harmonisieren und weiterentwickeln. Aber wir bringen die notwendige Freude und Energie mit, das erfolgreich zu gestalten.

8. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?
Was für mich persönlich immer sehr hilfreich war, ist das Thema Netzwerk – sowohl intern als auch extern. Natürlich ist ein persönlicher, ehrlicher Umgang mit den Kollegen, mit dem Netzwerk immer sehr wichtig, weil man nur so auf Dauer bestehen kann.

Das AIS-Team bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Matt für Zeit und Bereitschaft, uns Frage und Antwort zu stehen!

 

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