excellence in real estate: 8 Fragen an… wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen

Anlass: xRE Intensivseminar Asset und Property Management am 18. Oktober 2012

Name: Herr Hans-Jürgen Strempler,  Leiter Asset- und Property Management, wbg Nürnberg GmbH  Immobilienunternehmen 

1. Herr Strempler, was ist für Sie excellence in real estate?
Ich übersetze das für mich mit „(Spitzen-) Kompetenz im Immobilienmanagement“ und sehe darin die Schnittmenge von Lehrmeinung und dem, was sich auf dem Markt umsetzen lässt. Also kurz: Das, was in unserem Beruf angestrebt werden sollte.

2. Was hat sich im Bereich Asset und Property Management in den letzten Jahren am stärksten verändert?
Das Bewusstsein bei den „Corporates“ bezüglich der Bedeutung der Immobilienkosten ist nochmals deutlich gestiegen. Konzerninterne Dienstleister müssen sich immer mehr dem Marktvergleich stellen.

3. Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen im Asset und Property Management?
Einerseits in der ständigen Optimierung von Schnittstellen zum Eigentümer / Auftraggeber und zu den Service-Dienstleister. Andererseits ganz operativ im Finden weiterer Kostensenkungspotenziale. Wenn die Service-Level und die dafür aufzuwendenden Kosten optimiert sind, könnten beispielsweise der Flächenverbrauch und die Portfoliobereinigung Handlungsfelder sein.

4. Was erwarten Sie in Zukunft von Ihren FM-Dienstleistern?
Unser Auftraggeber ist ein städtischer Konzern, zu dem auch der FM-Dienstleister gehört. Bekanntermaßen gibt es sogenannte „Konzernerschwernisse“, die sich z.B. als Umlagen für Shared Services auf die Kalkulation auswirken können. Um Preise unter ausreichender Würdigung solcher Erschwernisse mit dem Markt spiegeln zu können, ist in unserem Fall ein Mindestmaß an Transparenz in der Preisbildung notwendig. Eine  permanente Optimierung von  Strukturen und Abläufen ausgerichtet an den Aufgaben muss obligatorisch sein.

5. Wird sich die Rolle des Asset Managers und Property Managers verändern, wenn ja wie?
Das wird abhängig sein vom Umfang und von der Tiefe der treuhänderischen Beauftragung durch den Eigentümer beziehungsweise Asset Owner.  Je mehr er abgibt, weil er kein oder kaum eigenes Personal dafür einsetzen will oder  kann, desto vertrauensvoller muss die Zusammenarbeit ausgebildet und durch ein standardisiertes Reporting belegt  sein.

6. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?
Wir sind im Bereich der Corporates tätig und betreiben das Asset und Property Management für kommunale Unternehmen. Wir versuchen dabei möglichst „geräuschlos“ zu sein, haben aber gleichwohl Kontakt mit Menschen in allen Unternehmensbereichen. Ich finde es immer wieder aufs Neue interessant festzustellen, welche – bisweilen  immensen – Auswirkungen unsere Arbeit auf die Primärprozesse des Kerngeschäfts hat – und welche Verantwortung sich daraus auch ableitet!

7. Welche Projekte liegen Ihnen aktuell besonders am Herzen?
Wir sind gerade dabei, die Leistungsbeziehungen innerhalb der jeweiligen Rollen im Konzerngefüge zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu ordnen. Hier gilt es mit Verstand bei der Sache zu sein und aktiv mit zu gestalten.

8. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept?
Ich hinterfrage immer wieder, wie ich als Eigentümer, Nutzer oder Dienstleister behandelt werden möchte und ob ich genauso handeln oder entscheiden würde, wenn es sich um mein persönliches Eigentum oder Vermögen handeln würde. Das sorgt für die richtige emotionale aber auch rationale Einstellung und führt in den meisten Fällen auch zu  richtigen Entscheidungen und zu effizientem Handeln.

 

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