Nachhaltigkeit im PM: Dr. Wagner kommentiert im Property Magazine

In der aktuellen Oktober-Ausgabe des Property Magazine ist ein Kommentar unseres Dr. Tobias Wagner erschienen – selbstverständlich wollen wir Ihnen diesen auch in unserem Blog nicht vorenthalten:

„Die Realität zeigt: Sustainability ist im Property Management noch nicht wirklich nachhaltig. Energieeinsparung, Nachhaltigkeit und Green finden sich zwar in zahlreichen einschlägigen immobilienwirtschaftlichen Veranstaltungsprogrammen und Publikationen sowie, noch mehr und unübersehbar, in Eigenwerbung von Property Managern. Den Schlagworten stehen aber in der Marktrealität der Immobilien managenden Dienstleister bislang eher wenig Konkretes und Substanzielles gegenüber.

 

Grundlagen, Methodik,  Zahlen, Know-how und vor allem messbare Ergebnisse fehlen. Das muss und wird sich ändern: Geldgeber und Mieter werden Nachhaltigkeit zunehmend als Muss definieren und sich immer weniger mit Allgemeinplätzen zufrieden geben. Mit Recht: Nachhaltigkeit und Sustainability sind zentrales gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches Anliegen. Ressourcenknappheit, Klimaerwärmung und aktuell in Deutschland die Energiewende verlangen Antworten. Dem kann sich die Immobilienwirtschaft nicht entziehen. Auch nicht das Property Management. Anbieter entsprechender Dienstleistungen werden zunehmend gefordert sein, eigene Nachhaltigkeitsbeiträge zu liefern. Jedoch wissen Auftraggeber von Property Managern – das Asset Management und Corporates – selten, was sie mit Blick auf die Themen Nachhaltigkeit und Green verlangen sollen und können. Schlimmer noch ist, wenn das Property Management nicht nur nicht gefordert, sondern gar nicht erst gelassen wird, sei es aus Ignoranz, sei es mit Budgetargumenten – berechtigten oder eher kurz greifenden. Der Spielraum des Property Managements ist mit Blick auf dessen Rolle und Verantwortlichkeiten natürlich auch faktisch beschränkt.

 

Aber dennoch von hoher Relevanz: Property Management muss Nachhaltigkeit einerseits bei Vermietung in Mehrertrag ummünzen und anderseits Nachhaltigkeit im Immobilienbetrieb selbst konkret steigern, nicht zuletzt in der Verantwortung als Steurer des Facility Managements. Energieeinsparung und Zertifizierungen stehen heute im Fokus, sind aber alleine zu wenig. Alle Stellhebel sind zu bedienen. Angefangen bei der Instandhaltungspolitik über nachhaltigkeitsdienliche Standort- und Flächenserviceangebote, Anlagenzustandsanalysen und  CO2-Bilanzierung bis hin zur so gerne zitierten, selten beherrschten Lebenszykluskostenrechnung und der Verzahnung der Nachhaltigkeitsinitiativen des Property Managers mit denen der Investoren und Asset Manager – um nur einige zu nennen. Nicht zuletzt ist der Nutzen dem Mieter zu vermitteln und vorzurechnen. Die Lösung dieser Aufgaben ist unbestritten anspruchsvoll. Die Branche hat die Startblöcke dabei gerade mal verlassen und noch eine Marathonstrecke vor sich. Für das Property Management und seine Akteure sind diese Aufgaben aber ebenso Chance und bieten nicht zuletzt die Möglichkeit, sich zu profilieren, diess auch noch bei einem Thema, das öffentliches Interesse genießt und darüber hinaus ökonomisch, ökologisch und sozial sinnvoll ist. Wo hat man das schon?! Wir freuen uns entsprechend, mit AIS Management und AIS Energy Advisors hier beraten und Nachhaltigkeitspotentiale konkret adressieren zu können.“

 

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