Real Estate: die Zukunft … Smart Buildings und Nachhaltigkeit

Smart Buildings: Was werden zukünftige Immobilien leisten?

Technik, Steuerungssysteme, Energie und vor allem Nachhaltigkeit sind die bestimmenden Schlagworte. Klar ist, der Seitenhieb sei erlaubt: Grünflächen versiegelnde Einkaufszentren oder Einfamilienhäuser werden kaum den notwendigen Beitrag leisten – und seien diese energetisch noch so passiv (warum will bloß jeder selber ein Haus bauen?). Schon aufgrund der notwendigen Verkehrszuführungen. Entscheidend ist die Entwicklung der Städte, ihrer Infrastruktur, ihrer Gebäude. Insofern lohnt sich ein Blick zu Siemens, auf der EXPO REAL mit Siemens Real Estate prominent vertreten.

Siemens: statt Bau und Betrieb von Kernreaktoren Lösungen für Städte und Gebäude

Das Münchener Weltunternehmen hat sich mit dem neuen Sektor Infrastructure & Cities  auf Städte als Wachstumsmarkt der Zukunft ausgerichtet. In besagtem Sektor geht es um nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Wie sich Siemens die Immobilie und ihre Einbindung in der laut Eigenwerbung des Konzerns schon begonnenen Zukunft vorstellt, zeigt der kurze Film „smart buildings – die Zukunft der Gebäudetechnik“. Die Gebäude werden sich demnach u.a. auszeichnen durch:

  •  modulare Raum- und Equipmentaufteilung nach Bedarf, dies über den ganzen Gebäudelebenszyklus
  • flexible Logistik-, Leit- und Navigationslösungen durch getrennte Transportsysteme für Personen und Waren
  • Open Door-Konzepte mit diskreten Zugangskontrollen
  • Energieeffizienz bei Erzeugung, Speicherung, Verteilung, Bedarf und durch Zusammenspiel von Erzeugern und Verbrauchern
  • neuartige Baustoffe und Techniken mit Licht-, Klima-, Akustikfunktionen
  • Vernetzung von Gebäuden in Gebäudeclustern und in ganzen Stadtteilen

Letztendlich werden alle Personen- und Versorgungsströme erfasst, geschützt und durch ein alle Systeme integrierendes, intelligentes Gebäudemanagement in Echtzeit bedarfsgerecht gesteuert. Immobilien werden also effizienter, flexibler, sicherer, intelligenter, zugleich komfortabler für Nutzer und Betreiber, nachhaltiger – smart! Nun mag der IT-erfahrene Filmzuschauer vielleicht eine Augenbraue kritisch hochziehen, wenn Siemens da ganz einfach verspricht „Andocken, fertig!“. Auch der FM-geplagte Corporate Real Estate oder Asset Manager fragt sich, ob der Anbietermarkt der Gebäudedienstleister heute schon für Derartiges reif ist. Dennoch, die durch gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Herausforderungen forcierte Entwicklung des Produkts Immobilie Richtung smart ist auf dem Weg.

Königsfrage –  wer beeinflusst Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft wie schnell?

Die Investoren sind sich da einig: Die Mieter und Nutzer. Wenn sich Nachhaltigkeit rechnet, sprich Mehrkosten durch Mehreinnahmen aufgefangen werden, dann wird gerne nachhaltig gebaut. Tatsächlich sind Mieter wohl gewillt, höhere Mieten für nachhaltige Flächen zu bezahlen. Gemäß einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants würden durchschnittlich 4,5% höhere Mieten in Kauf genommen. Ein Viertel der Teilnehmer würde Mehrkosten akzeptieren, die Einsparungen aus reduziertem Energiebedarf übersteigen. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Technische Universität München in einer Studie im Auftrag der Hochtief Projektentwicklung. Sind Mieter und Nutzer also für den Fortschritt alleinbestimmend? Langfristig sicherlich. Und aus dieser Perspektive wird eine andere, marktbestimmende Gruppe sträflich übersehen. Und bleibt auch noch selbst untätig!

Finanzierungsinstitute könnten und müssen Nachhaltigkeitsrevolution leisten!

Der Turbohebel liegt bei den Immobilieninvestments finanzierenden Banken und Versicherungen. Dabei sind sich jene ihrer Macht, Nachhaltigkeitsentwicklung zu beschleunigen (oder eben zu bremsen), nicht bewusst. Und gehen aus gleichem Grund, hier wird es fast schon geschäftskritisch, sogar – ebenfalls unterschätzte – Risiken ein. Der Zusammenhang: Je länger die Laufzeit einer Finanzierung, desto unsicherer und irrelevanter die für die Beleihung so gerne herangezogene Schuldnerbonität. Umgekehrt gewinnt mit zunehmender Laufzeit eines Engagements das diesem zugrundeliegende Objekt an Gewicht. Beliehen wird also die Zukunft. Sollte sie. Wird sie das? Warum ist Nachhaltigkeit dann nicht ein, wenn nicht entscheidendes Prüfkriterium im Rahmen einer Kreditzusage?

Fortsetzung folgt

Die nächsten wesentlichen Trends und Herausforderungen in den nächsten Tagen in Blogs unter Real Estate: die Zukunft … morgen.

 

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