These → Vergabe von Property Management und Facility Services in eine Hand nicht i.S. des Asset Managements

Im Asset Management sind in der Regel Facility Management und zunehmend auch Property Management zugekaufte Leistungen. Vor allem große Bau- und Dienstleistungsunternehmen offerieren beides aus einer Hand. Das Argument der Anbieter klingt attraktiv: „integrierte Vergabe = nur eine Schnittstelle“. Ist die Beauftragung eines Unternehmens mit PM und FM also das richtige Auftragsmodell?

Die in der Praxis gemachten Erfahrungen stützen dies zumeist nicht. Erklärbar? Durchaus. 8 Argumente, warum getrennte Vergabe von FM und PM im Vergleich zu integrierten Lösungen von Vorteil ist:

1.      Das FM-Geschäftsmodell steht dem Treuhandauftrag des AM und PM entgegen.

2.      KPI, Performancevergütung und Basiszeiträume sind bei PM und FS nicht im gleichen Modell in Einklang zu bringen.

3.      Volumenreduktion, Gewährleistung, Qualitätsdefizite sind ggf. nicht im Konsens zwischen PM und FM lösbar und erfordern klare Fronten.

4.      Selbst bei Vergabe von FM und PM an Unternehmen des gleichen Konzerns besteht latenter Interessenskonflikt: Der PM ist in letzter Konsequenz in seinen Entscheidungen bzgl. des FM nicht frei.

5.      Das Gefühl der Absicherung des FM durch den PM aus eigenem Haus birgt naturgemäß die Gefahr, dass sich der FM weniger anstrengt.

6.      PM und FM sind inhaltlich grundverschiedene Tätigkeit: Dies muss sich in der „DNA“ der Unternehmen, ihrer Aufstellung und der Qualifikation handelnder Personen widerspiegeln.

7.      Der AM spart bei gemeinsamer Vergabe keine echte Schnittstelle ein: Einkauf und Steuerung von FM sollten nicht Aufgabe des AM, sondern des PM sein.

8.      Mit integrierten Lösungen steigt Abhängigkeit, Flexibilität sinkt, Spezialisierungsvorteile gehen verloren.

 

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