excellence in real estate: 8 Fragen an Audi, Premiumautomobilhersteller des Volkswagen-Konzerns

Anlass: xRE Intensivseminar Beschaffung in der Immobilienwirtschaft, am 8. Dezember 2011 in der Allianz Arena

Für Audi: Thomas Klinger, Leiter Einkauf, Audi Retail GmbH

1. Was ist für Sie excellence in real estate?

Thomas Klinger: Diese Frage kann ich noch gar nicht abschließend vollständig beantworten. Aber heute habe ich in dieser sehr interessanten und informativen AIS-Veranstaltung sehr viel excellence erfahren und nehme neues Wissen mit. Dieses Seminar ist weiterzuempfehlen, ich habe viel davon profitiert.

2. Wie hat sich die Beschaffung von Facility Services in den letzten Jahren gewandelt?

Thomas Klinger: Da ich die Beschaffungsfunktion bei diesem Thema erst unlängst übernommen habe, habe ich in dem Sinne persönlich keine Vergleichswerte. Was sich aber definitiv geändert hat: Bei der Audi Retail GmbH wird in Zukunft die Beschaffung von Facility Services strukturierter und transparenter angegangen.

3. Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen bei der Beschaffung in der Immobilienwirtschaft?

Thomas Klinger: Eine besondere Herausforderung für mich als Einkäufer ist, genügend Fach-Know-how aufzubauen, um Anforderungen und Leistungen exakt zu formulieren und damit schlussendlich die richtige Auswahl bei Ausschreibungen treffen zu können.

4. Was erwarten Sie in Zukunft von Ihren FM-Dienstleistern?

Thomas Klinger: Ich bin kein Freund von Verallgemeinerungen, aber prinzipiell sollte ein FM-Dienstleister qualitativ gut und natürlich aus Einkaufssicht kostenoptimiert anbieten.

5. Wird sich die Rolle des Einkaufs verändern, wenn ja wie?

Thomas Klinger: Ich glaube, die Rolle des Einkaufs wird sich noch weiter verstärken. Beachten muss man aber auch die Basis für richtige Einkaufsentscheidungen: die Ansiedlung von Fachkompetenz.

6. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit?

Thomas Klinger: Was mich selbst an meiner Arbeit begeistert, ist der Umgang mit Menschen, Neues kennen zu lernen, sich weiter zu entwickeln und immer wieder neue Ideen zu haben. Zudem bin ich neugierig, was der Markt noch bietet.

7. Welche Projekte liegen Ihnen aktuell besonders am Herzen?

Thomas Klinger: Das Thema, das ich als nächstes angehen werde, ist Cleaning, also ein kleiner Teilbereich vom Facility Management. Ein nur vordergründig banales Thema, tatsächlich jedoch kostenintensiv und mit Blick auf Vorschriften und Mitarbeiter, Besucher etc. besonders sensibel. Das gesamte Spektrum der Gebäudereinigung ist für mich also durchaus spannend. Des Weiteren möchte ich den erst vor anderthalb Jahren aufgebauten zentralen Einkauf weiterentwickeln. Wir sind mit einem Green Field-Projekt gestartet und entwickeln uns natürlich weiter. Ich vermute im Facility Management in Summe nach wie vor noch Potentiale.

8. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Thomas Klinger: Mein persönliches Erfolgsrezept lautet „in die Tiefe gehen“. Ich versuche, nicht oberflächlich und billig einzukaufen, sondern qualitativ und technisch orientiert den besten Dienstleister oder Lieferanten zu den besten Konditionen zu finden. Dafür muss man Hintergrundwissen und ein Gespür dafür haben, was wirklich machbar ist. Insgesamt gilt es also, nicht einfach auf den Preis zu schauen und zu sagen „Das will ich!“, sondern zu hinterfragen „Warum ist das so?“. Ich glaube, dass das mittel- und langfristig der bessere Weg ist. Obwohl auf andere Weise kurzfristig große Einspareffekte erzielt werden können, ist dies nicht unbedingt nachhaltig. Dann kann man nach nur einem Jahr aufgrund von Schlechtleistung gezwungen sein, die vermeintliche Einsparung und Lieferantenkonstellation in Frage zu stellen und schlimmstenfalls neu auszuschreiben.

 

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